Speedy Isy und Beck for Good – Ismail Badjie und Adrian Beck sind unsere Löwenpudel of the Match im Spiel beim VfL Bochum

Freitagabend, Flutlicht, Fußball – 3 Zutaten für einen wunderschönen Abend, wie wir ihn schon häufig an unserer heimischen Bremer Brücke erleben durften. Für die Lila-Weißen ging es aber am dritten Spieltag und mit zwei Saisonauftaktniederlagen im Rucksack nach Bochum an die Castroper Straße. Zugegebenermaßen: Nach unserem Stadion wohl eines der Schönsten in ganz Fußballdeutschland. Wer einmal im Ruhrstadion war, weiß wovon wir reden: wenn 5 Minuten vor Anpfiff Herbert Grönemeyers Liebeshymne an seine Heimatstadt ertönt, kriegen selbst die angereisten Gästefans eine Gänsehaut. 

Der für uns natürlich einzig wahre VfL hätte sich allerdings den Start in das Abenteuer 2. Bundesliga vor einigen Wochen noch ganz anders vorgestellt: Nach einer knappen Niederlage und über weite Strecken guten Leistung beim Bundesligaabsteiger 1. FC Heidenheim folgte im ersten Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg die große Ernüchterung. Unsere Defensive, in der letzten Saison noch das große Prunkstück, musste nach zwei Partien bereits 7 Gegentreffer hinnehmen. Dazu kamen Probleme auf der im modernen Fußballdeutsch genannten „linken Schiene“. Die gut zweiwöchige Pause vor dem Auftritt im Ruhrgebiet wurden für zwei Neuverpflichtungen genutzt und vor allen Dingen eine der beiden überraschte nicht nur die Osnabrücker Fußballfreunde: Adrian Beck, Mittelfeldspieler und am ersten Spieltag für Heidenheim noch gegen den VfL auf dem Platz, wurde vom Schlossberg ausgeliehen. In seiner Vita finden sich 80 Erstligaeinsätze und 8 Spiele für die Heidenheimer im Europapokal. Eigentlich ein Spieler der Kategorie „zu hohes Regal“. Doch Adrian Beck wollte unbedingt zum VfL wechseln und zeigte in Bochum von Beginn an, dass er zu einem Gamechanger werden könnte: ballsicher, technisch brilliant, mit guter Übersicht für seine Mitspieler fügte er sich von Anpfiff an in die Startelf ein und spielte, als sei er schon seit Jahren ein fester Teil der VfL-Mannschaft. Fast wäre ihm neben seinem Abseitstreffer sogar ein reguläres Tor gelungen, doch sein wunderbarer Schlenzer schlug hintereinander an beiden Innenpfosten ein. Seine Nominierung strahlte auch auf den Rest der Mannschaft aus, die viel engangierter und vor allem konzentrierter zu Werke ging als in den beiden Auftaktpartien. Deswegen ist Adrian Beck auch einer unserer beiden Löwenpudel of the Match! Was für ein Debüt!

Der zweite Löwenpudel dieser Partie hat sich zum Mann der entscheidenden Tore gemausert: Eigengewächs Isy Badjie erzielte in der vergangenen Saison 10 Tore für den VfL, 5 mal dabei das 1:0 – und immer, wenn Speedy-Isy netzte, ging der VfL als Sieger vom Feld. Gestern startete er auf dem Sorgenkind linke Schiene und hatte schon nach wenigen Augenblicken den Führungstreffer auf dem Fuß. Wenige Zeigerumdrehungen dann dies: Tolles Umschaltspiel des VfL in der eigenen Hälfte, Neuzugang Leonard Münst mit feinem Auge und noch feinerem Fuß und einer Zuckerflanke auf Isy. Dieser nutzt den freien Raum auf der linken Seite, zieht vor dem 16er im Stile eines Arjen Robben nach innen und zieht ab: Sein Schlenzer schlägt so eindrucksvoll im linken Torwarteck ein, dass der Ball wieder aus dem Netz herausspringt. Das 1:0 setzte Kräfte und Selbstvertrauen frei, der VfL spielte auch dank Isys nimmermüden Läufen und Zweikämpfen auf beiden Außenbahnen eine packende Partie, verteidigte mit Leidenschaft bis zum Schlusspfiff die knappe Führung und nahm so nicht unverdient 3 Punkte von der Ruhr mit an die Hase.

Wir gratulieren unseren beiden Löwenpudeln und dem VfL zu einem tollen ersten Sieg in Liga 2 und freuen uns darauf, in dieser Saison noch viele Löwenpudel of the Match küren zu können!