
Nach 90 Minuten im Jahnstadion hüpften die VfL-Spieler zum dritten Mal in Serie zu den Spitzenreiter-Gesängen der gut 750 mitgereisten Fans der Lila-Weißen. Zum dritten Mal in 8 Tagen, als Abschluss einer englischen Woche, die mit 7:1 Toren und 9 Punkten eine perfekte Ausbeute brachte und Mannschaft, Staff und Anhang immer mehr von der 2. Bundesliga träumen lässt.
Wie schon unter der Woche im Heimspiel gegen Viktoria Köln zeigte der VfL eine souveräne Leistung in allen Mannschaftsteilen. Ein Akteur aber stach dennoch heraus: David Kopacz.
Kopacz, 1999 in Iserlohn geboren, durchlief parallel zu seiner fußballerischen Ausbildung bei Borussia Dortmund alle Jugendnationalmannschaften Polens. Als Profi debütierte er in der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart. Es folgten Stationen in Zabrze, bei den Würzburger Kickers und beim FC Ingolstadt, ehe der VfL Osnabrück im Sommer 2025 den Mittelfeldspieler unter Vertrag nahm. 38 Einsätze im Unterhaus und 138 Partien in der dritten Liga zeugen von der Erfahrung, die David Kopacz in den vergangenen Jahren gesammelt hat.
Sein Start beim VfL war dagegen alles andere als „Heavy Metal“: In den ersten beiden Partien der laufenden Beginn startete er von Beginn an, kam danach aber nur noch zu zwei Kurzeinsätzen, ehe er nach langer Reservistenzeit im Oktober in Schweinfurt zum ersten Mal sein ganzes Können unter Beweis stellte und zur Führung bei den Schnüdeln traf. Doch konstant blieb vor allem die Unkonstanz: In nur gut der Hälfte aller bisherigen Partien kam David zum Einsatz, oft stand er gar nicht erst im Kader. Doch David Kopacz ist ein Spieler, der nicht resigniert oder gar schlechte Stimmung ob seiner Nichtnominierung verbreitet, sondern sich im Training umso mehr ins Zeug legt, um sich als Alternative anzubieten. Das VfL-Coach Timo Schultz gerade jene Tugenden belohnt, zeigte sich durch Kopaczs tollen Auftritt gegen Viktoria Köln, in dem er sehenswert per Hacke traf. Der Lohn: Ein erneuter Einsatz in der Startelf gegen Jahn Regensburg, obwohl Lars Kehl aus seiner Gelbsperre ebenso ins Team zurückgekehrt war. Gegen formstarke Regensburger machte Kopacz sein bislang bestes Spiel für den VfL. So erzielte er nach einem Zuckerpass von Kevin Wiethaup im Vollsprint und in Bedrängnis die Führung, bevor er in der zweiten Hälfte das Umschaltspiel zum Kontertor von Lars Kehl einleitete. Dem zuvor angekündigten „Heavy-Metal-Fußball“ hatte Kopacz den Stecker gezogen.
David Kopacz hat in nicht immer einfachen Wochen beim VfL seinen Willen zum Erfolg nie aufgegeben und belohnt nun seine Mannschaft und vor allem sich selbst. 5 Tore für den VfL stehen bereits in seiner Bilanz und in der aktuellen Form dürften noch ein paar Treffer hinzukommen.
Wir gratulieren David Kopacz zur Auszeichnung „Löwenpudel oft the Match“ und freuen uns auf weitere tolle Aktionen seinerseits im Trikot des VfL!

(Wir danken osnapix für das Foto)
